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The Winter’s Tale – Das Wintermärchen
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Was im Stück passiert:
König Polixenes von Böhmen, seit neun Monaten zu Besuch bei seinem Jugendfreund Leontes in Sizilien, möchte abreisen. Leontes kann ihn nicht überreden, noch etwas zu bleiben und bittet darum seine hochschwangere Ehefrau Hermione, ihren Charme bei Polixenes spielen zu lassen. Hermione erledigt das so erfolgreich, dass Leontes vor Eifersucht fast verrückt wird. Er meint plötzlich, Hermione und Polixenes seien schon lange im heimlichen Einverständnis, er fühlt sich betrogen und schließlich verfällt er sogar auf die Idee, das Kind, das Hermione erwartet, sei von Polixenes.
In seinem Wahn befiehlt Leontes seinem Vertrauten Camillo, Polixenes zu ermorden. Camillo aber warnt den König von Böhmen und flieht mit ihm.
Leontes, nun mehr denn je überzeugt, dass er betrogen wurde, läßt Hermione ins Gefängnis bringen. Während sie dort eine Tochter zur Welt bringt, erkrankt im Palast ihr Sohn Mamillus. Hermiones Freundin Paulina holt das Baby im Gefängnis ab. Sie hofft, der Anblick seiner kleinen Tochter könne Leontes von seinem Wahn heilen, doch ihr Vorhaben scheitert. Leontes weigert sich, das Baby als das seine anzuerkennen, er wird wütend auf Paulina, er beschimpft ihren Ehemann Antigonus, der es nicht schafft, sie zur Ruhe zu bringen und befiehlt ihm schließlich, das Baby in einer entfernten Wildnis auszusetzen. Dabei kommt Antigonus ums Leben.
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Hofleute haben Leontes geraten, das Orakel von Delphi nach der Treue seiner Gemahlin zu befragen. Rechtzeitig zur Gerichtsverhandlung kommen die Abgesandten von dort zurück und verkünden ihm den Spruch des Orakels: “Hermione ist keusch, Polixenes tadellos, Camillo ein treuer Untertan, Leontes ein eifersüchtiger Tyrann, sein unschuldiges Kind rechtmäßig erzeugt, und der König wird ohne Erben leben, wenn das, was verloren ist, nicht wiedergefunden wird.”
Doch Leontes glaubt dem Orakel nicht, er bezichtigt Hermione weiter des Ehebruchs und der Lüge. Ein Diener überbringt dann die Nachricht aus dem Palast, dass Prinz Mamillus an seiner Krankheit gestorben ist. Hermione fällt in Ohnmacht, Leontes und mit ihm sein ganzer Hof halten sie für tot. Paulina und ihre Damen tragen sie fort, während Leontes endlich wieder zur Vernunft kommt und seinen Verlust beklagt. 16 Jahre später verliebt sich Florizel, der Prinz von Böhmen, in die schöne Perdita. Er will sie heiraten, doch sein Vater Polixenes verweigert ihm die Einwilligung, weil Perdita nur eine Schäferstochter ist. Auf Camillos Anraten hin fliehen Florizel und Perdita nach Sizilien zu Leontes.
Dort versuchen die Herren vom Hofe, den König zu einer erneuten Heirat zu überreden. Paulina nimmt ihm das Versprechen ab, nichts ohne ihren Rat zu tun. Kurz darauf wird die Ankunft von Florizel und seiner Braut gemeldet. Leontes empfängt ihn hocherfreut – und ist bezaubert von Perdita.
Unterdessen ist der wütende Polixenes in Sizilien eingetroffen und hat den Schäfer, bei dem Perdita aufgewachsen ist, mitgebracht. Von ihm erfährt er, dass Perdita ein Findelkind ist. Der Schäfer hat nicht nur die Decke aufgehoben, in die Perdita gehüllt war, sondern außerdem ein Juwel und einen Brief von Antigonus, der Auskunft über das Baby gab. So stellt sich heraus, dass Perdita Hermiones und Leontes’ verlorene Tochter ist.
Als Paulina davon erfährt, erzählt sie, sie habe eine Statue von Hermione in Auftrag gegeben und lädt Leontes und Perdita zu einer Besichtigung in ihr Haus ein. Leontes ist zu Tränen gerührt, als er vor der angeblichen Statue steht, schließlich küßt er sie – und Hermione “erwacht” zum Leben und versöhnt sich mit ihm. Zum Happy-End bekommt dann nicht nur Leontes seine Hermione und Florizel seine Perdita, sondern Paulina und Camillo werden ebenfalls ein Paar.
© Sibylle Luise Binder (Sycorax) 1999
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